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News

Achte Sitzung der Sprachkommission

In ihrer achten Sitzung des Jahres 2008 hat die Sprachkommission "Denksportaufgaben" (ganjke, zagonetke) über "Geldverschwendung" (rasprudjenje pinez) "Vermögenszuwachs" (povećanje/prirast imanja) und das "Pflegegeld" (pinezi za podvaranje) gelöst, hat "Erinnerungen aus dem Gedächtnis abgerufen" (dozvala je u pamet spominke), Dabei hatte sie keine Zeit ein "Nickerchen zu machen" (drimati).

Bei der Sitzung normierte Wörter

 

Neuer Vorstand des ZIGH

Das Wissenschaftliche Institut der Burgenländischen Kroaten (ZIGH) hat bei seiner Vollversammlung am 12. September 2008 einen neuen Vorstand gewählt. Das bisherie Vorstandsmitglied, Mag. Zlatka Gieler, wurde zur neuen Obfrau des Vereines gewählt. Sie folgt Agnes Csenar-Schuster nach, die 12 Jahre lang an der Spitze des ZIGH stand. Unter ihrem Vorsitz hat das Wissenschaftliche Institut die wissenschaftliche Grammatik der burgenlandkroatischen Sprache herausgegeben, eine Terminologiedatenbank, ein virtuelles wissenschaftliches Magazin und ein Sprachen-ABC im Internet aufgebaut, sowie den wissenschaftlichen Almanach "Znanstveni zbornik" ins Leben gerufen. Zu stellvertretenden Obmänner des Vereines wurden DI Gerhard Emrich und Dr. Ewald Höld gewählt. Neue Schriftführerin ist Mag. Sabine Pawischitz und Kassier Dr. Günter Schumich. Der neue Vorstand hat noch weitere sechs Mitglieder.

 

Ein heiliger Brunnen der Kroaten

Dr. Karl Kaus zeigt in der virtuellen Ausgabe des "Znanstveni zbornik“ die Geschte des Kreuzbrunnens in Draßburg/Rasporak, eines "heiligen Brunnens der Kroaten" auf. Der Brunnen gehörte im 19. Jahrhundert zu den interessantesten Quellfassungen und Brunnenbauwerken in ganz Westungarn. Auch der aus Bremen stammende Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl berichtete im Jahr 1842 über die "heilige Quelle" in Draßburg/Rasporak. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Brunnen als beliebte Wasserstelle. Mit Errichtung der Ortswasserleitung verlor der Kreuzbrunnen aber seine Jahrhunderte alte Funktion.

Der Kreuzbrunnen in Draßburg/Rasporak

 

Dr. Matthias Schneider gestorben

Am 25. März 2008 ist der Agrarexperte Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Schneider im Alter von 72 Jahren gestorben. Der am 7. Dezember 1937 in Oslip/Uzlop geborene war Jahre lang Mitarbeiter des WIFO. Er war auch für die OECD und die EU-Kommission tätig. Im Jahre 1994 wurde er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates im Wissenschaftlichen Institut der Burgenländischen Kroaten.

Mate Schneider (Lebenslauf in kroat. Sprache und Werkverzeichnis)

 

Johann (Ive) Zakall gestorben

Am 24. Dezember 2007 ist der kroatische Schriftsteller und ehemalige Pfarrer von Trausdorf/Trajštof, Zagersdorf/Cogrštof, Oslip/Uzlop, Pama/Bijelo Selo, Pinkafeld, Sinnersdorf, Müllendorf und Neufeld, Johann (Ive) Zakall gestorben. Er war 67 Jahre alt. Als Pfarrer von Trausdorf/Trajštof hat er viele kroatische Theaterstücke geschrieben. Er ist auch Autor und Herausgeber eines Buches mit meditativen Texten. Das kroatische Buch "gledati, čitati, misliti, moliti, živiti" bekam auch eine deutschsprachige Ausgabe mit dem Titel "schauen, lesen, überlegen, meditieren, leben".

Johann (Ive) Zakall

 

Resolutionen gegen Umsiedlungspläne

Die Gemeinderäte in Baumgarten/Pajngrt, Draßburg/Rasporak und Siegendorf/Cindrof, haben sich, so wie einige andere auch, vor 60 Jahren gegen eine Umsiedlung der kroatischen Bevölkerung des Burgenlandes ausgesprochen. Bei den Staatsvetragsverhandlungen in London 1947 hat Jugoslawien im "Memorandum über Slowenisch-Kärnten, die slowenischen Grenzgebiete der Steiermark und die Kroaten des Burgenlandes" eine Autonomie für die burgenländischen Kroaten oder einen Bevölkerungsaustausch verlangt. Die Reaktionen von drei kroatischen Gemeinden auf diese Forderungen hat Dr. Karl Kaus veröffentlicht.

Karl Kaus: "Österreichresolutionen" von drei Gemeinden im Jahr 1947

 

Studie über die Entwicklung der Identität bei Kindern

Christina Strasser aus Sankt Margarethen im Bgld. hat eine empirische Untersuchung zur Identitätsentwicklung kroatischsprachiger Kinder erstellt. In Nikitsch/Filež im Burgenland hat sie Interviews mit Kindern geführt, die in den ersten Lebensjahren fast nur oder ausschließlich mit der kroatischen Sprache aufgewachsen sind. In ihrer Studie hat Strasser diese Unterviews interpretiert und die Rolle der Erst- und Zweitsprache sowie andere Einflussvariablen wie Sprache, Umfeld, Gruppe und Rollenerwartung im Prozess der Identitätsentwicklung der Kinder beleuchtet.

Zusammenfassung der Studie im virtuellen Wissenschaftlichen Almanach